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Allgemeine Bildeinstellungen

Im Dialog Allgemeine Bildeinstellungen können Sie einfache Einstellungen zur Bildsteuerung der Kamera vornehmen.

Hinweise

Beschreibung der Parameter

Konfiguration der Panorama-Ansicht (nur D14D-180° und D15-Pano)

Aktiviert ein On-Screen-Steuerelement, mit dem Sie Panorama-Fenster schwenken und neigen können. Mit diesem Steuerelement wird auch die Trapezkorrektur eingestellt, um die "stürzenden Linien" im Bild zu korrigieren.

Bildsensor auswählen

Wählen Sie aus, welches der Objektive als Live-Bild angezeigt wird, oder wie die Bilder der beiden Objektive bei Bild-in-Bild-Darstellung miteinander kombiniert werden sollen (nur für Dual-Kameras).

Rechts

Rechtes Objektiv (werkseitige Voreinstellung, üblicherweise das Weitwinkelobjektiv).

Links

Linkes Objektiv (üblicherweise das Teleobjektiv).

Beide

Kombiniert die Objektive zu einem Doppelbild (links: linkes Objektiv, rechts: rechtes Objektiv, in Blickrichtung der Kamera).

Auto

Schaltet abhängig von der Beleuchtungsstärke vom Farbbildsensor auf den Schwarz/weiß-Sensor für Nachtbetrieb um (nur für Day/Night-Kameras).

Kamera-Nachtschalter (DY/NI) (nur Day/Night-Modelle)

Kameras der Baureihe Day/Night können automatisch zwischen dem Tag- und dem Nachtobjektiv umschalten, wenn die im Parameter Nachtumschaltung eingestellte Beleuchtungsstärke über- bzw. unterschritten wird. Je höher der Wert, desto früher schaltet die Kamera auf das Nachtobjektiv um.

Hinweise

  • Dieser Parameter wird nur bei Day/Night-Modellen angezeigt.

  • Legen Sie die Nachtschalter-Verzögerung fest. Sie verhindert, dass die Nachtumschaltung bei kurzfristigen Beleuchtungsänderungen reagiert, zum Beispiel durch vorbeifahrende Autos bei Nacht.

Quelle für Umschalten

Legt fest, welcher Sensor bzw. welches Signal der Kamera zum Umschalten verwendet wird:

Beleuchtungsstärke von Kamera

Verwendet die gemessene Beleuchtungsstärke der Kamera als Kriterium für das Umschalten zwischen Tag- und Nachtobjektiv (Standardeinstellung).

CS1 bis CS5

Die benutzerdefinierten Signale CS1 bis CS5 werden im Dialog Allgemeine Ereigniseinstellungen festgelegt (so kann z. B. mit einem Schlüsselschalter am Signaleingang der Kamera oder einer Master-Kamera umgeschaltet werden).

CSL

Das "logisch kombinierte" Signal CSL wird ebenfalls im Dialog Allgemeine Ereigniseinstellungen definiert und ermöglicht, die beiden benutzerdefinierten Signale CS1 und CS2 durch eine UND- bzw. ODER-Verknüpfung zu kombinieren oder das CSL-Signal der Master-Kamera zu übernehmen.

Beleuchtungsstärke von <Gerätename>

Ist ein anderes MOBOTIX-Gerät angeschlossen, das die Beleuchtungsstärke messen kann (z. B. eine MX-GPS-Box), kann auch ein solches Gerät als Kriterium für das Umschalten zwischen Tag- und Nachtobjektiv verwendet werden.

Tipp

So ermitteln Sie den besten Wert für Nachtumschaltung:

  • Klicken Sie im Dialog Darstellungs- und Texteinstellung auf Mehr, um sämtliche Optionen zu sehen.

  • Setzen Sie im gleichen Dialog den Parameter Texteinblendung auf Ein.

  • Tragen Sie in das Textfeld Kommentar den Platzhalter ^IR ein. Die aktuell von der Kamera ermittelte Beleuchtungsstärke in Lux wird in das Live-Bild eingeblendet.

  • Setzen Sie den Parameter Pegelanzeige auf Balken und wählen Sie als Quelle für die Pegelanzeige den Wert Beleuchtung aus. In das Live-Bild wird jetzt die aktuell von der Kamera ermittelte Beleuchtungsstärke als roter Balken eingeblendet. Der von Ihnen gewählte Wert für die Nachtumschaltung wird als weißer, senkrechter Strich angezeigt.

Auflösung

Wählen Sie die Größe, in der das Bild angezeigt werden soll.

Doppelbilder (rechter und linker Bildsensor) haben automatisch die doppelte Breite.

Für die Einstellung Benutzerdefinierte Größe wird die Bildgröße verwendet, die Sie für die Option Benutzerdefinierte Größe (siehe unten) festlegen.

Kamera-Zeitschalter (alle anderen Modelle mit Dual-Optik)

Schaltet den Bildsensor zeitgesteuert nach dem auszuwählenden Wochenprogramm um, wenn für Bildsensor auswählen die Option Auto gewählt ist.

Ist ein Wochenprogramm aktiv bzw. eingeschaltet (das Symbol Wochenprogramm aktiv ist zu sehen), wird der linke Bildsensor verwendet; ist das Wochenprogramm nicht aktiv bzw. ausgeschaltet, wird der rechte Bildsensor verwendet.

Benutzerdefinierte Größe (wird nur angezeigt, wenn für Auflösung der Wert Benutzerdefinierte Größe ausgewählt ist)

Legen Sie hier die Größe des benutzerdefinierten Bildes in Pixeln fest, das angezeigt wird, wenn für Auflösung der Wert Benutzerdefinierte Größe ausgewählt ist. Hat die hier definierte Größe ein anderes Seitenverhältnis als 4:3, können Sie mit der Maus in die Randbereiche des Bildes klicken, um dieses in der verkürzten Richtung zu verschieben (Panning).

Am einfachsten legen Sie die Koordinaten für die benutzerdefinierte Größe fest, indem Sie im Livebild der Kamera einen gelben Rahmen erzeugen und die Koordinaten übernehmen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Hilfeseite Grafische Auswahl von Bildausschnitten.

Ebenfalls nur bei Auswahl der Benutzerdefinierten Größe haben Sie die Möglichkeit, den Bildausschnitt zu Beschneiden. Diese Funktion legt einen Teilbereich des Bildes fest, auf den sich alle weiteren Operationen beziehen. Auch diese Funktion erlaubt die interaktive Definition über das gelbe Rechteck im Bild. Mit der Schaltfläche Benutzerdefinierte Bildgröße anpassen lässt sich anschließend das Bildformat so anpassen, dass es das gleiche Seitenverhältnis wie der gewählte Bildausschnitt hat, und so das gesamte Bild auf einmal sichtbar ist.

Das Beschneiden des Bildausschnitts ist nur möglich, falls der Anzeige-Modus nicht entzerrt ist.

Bildqualität

Wählen Sie das gewünschte Verhältnis von Bildqualität zu Bildrate:

  • Hoch: Sensor komplett auslesen um höchste Bildqualität zu erzielen.

  • Standard: Gute Bildqualität bei gleichzeitig hoher Bildrate (dies ist die Standardeinstellung).

  • Schnell: Höchstmögliche Bildrate, bedingt jedoch gewisse Qualitätseinbußen.

Bilder pro Sekunde

Anzahl der Bilder pro Sekunde, die von der Kamera aufgenommen werden. Wenn bei schlechten Beleuchtungsverhältnissen lange Belichtungszeiten erforderlich sind, verringert sich die Bildrate entsprechend.

Priorität für Wiedergabe

Mit dieser Option kann das Verhalten der Kamera bei der Wiedergabe von Aufzeichnungen über die Kamera festgelegt werden, z. B. wenn das MxManagementCenter zum Durchsuchen der Aufzeichnungen verwendet wird.

Da die Wiedergabe zusätzlich hohe Rechenlast in der Kamera erzeugt, kann der Wiedergabe mithilfe dieser Funktion Priorität gegenüber einem Livebild eingeräumt werden, um so eine möglichst flüssige Darstellung zu gewährleisten. Dabei wirken beide Parameter der Funktion nur, solange keine Aufzeichnung läuft (Dauer- oder Ereignisaufzeichnung, s. u.):

  • Live und Voralarm mit 2 Bildern/s: Bei einer aktiven Wiedergabe wird die Bildrate eines angeforderten Live-Streams und auch die Voralarmbildrate einer Aufzeichnung auf 2 Bilder/s begrenzt.

  • Live und Voralarm mit Aufzeichnungsbildrate: Bei einer aktiven Wiedergabe werden sowohl der Voralarm einer Ereignisaufzeichnung als auch angeforderte Live-Streams mit der eingestellten Aufzeichnungsbildrate erzeugt, sobald diese größer als 2 Bilder/s ist. Diese Einstellung macht damit nur dann Sinn, wenn auch im Voralarm eine höhere Rate als 2 Bilder/s benötigt wird, die Aufzeichnungsbildrate jedoch deutlich kleiner als die Livebildrate ist.

Wichtig

Bei beiden Einstellungen hat die Aufzeichnung immer Vorrang! Bei einer laufenden Ereignisaufzeichnung oder einer Daueraufzeichnung ergibt sich die Bildrate eines Live-Streams demnach aus der eingestellten Aufzeichnungsbildrate, sobald diese größer als 2 B/s ist. Dies gilt sowohl für die Live- als auch für die Vollbildaufzeichnung.

Anzeige-Modus

Legen Sie hier den Anzeige-Modus des ausgewählten Bildsensors fest:

  • Vollbild: Zeigt das vollständige Bild des ausgewählten Bildsensors. Bei 180°-Objektiven ("Hemispheric") wird das nicht entzerrte Originalbild (kreisförmig) angezeigt.

  • Normal: Zeigt bei 180°-Objektiven ein entzerrtes Bild im Format 4:3.

  • Objektiventzerrung: Zeigt bei allen Kameras mit aktivierbarer Entzerrung (außer 180°-Objektiven), ein entzerrtes Bild im Format 4:3.

  • Bild im Bild: Blendet ein kleines Vorschaubild des jeweils anderen Objektivs in das Hauptbild ein. Ist die Auflösung kleiner als VGA (640x480 Pixel), wird die Einblendung unterdrückt.

  • Bild im Zoom: Blendet ein kleines Übersichtsbild im gezoomten Bild ein. Ist die Auflösung kleiner als VGA (640x480 Pixel), wird die Einblendung unterdrückt.

  • Ereignis im Bild: Blendet das letzte Ereignisbild im Livebild ein. Ist die Auflösung kleiner als VGA (640x480 Pixel), wird die Einblendung unterdrückt.

  • Surround: Zeigt vier Bilder mit unabhängigen Ansichten.

  • Panorama: Stellt ein entzerrtes Bild im Format 8:3 dar. Dieses zeigt eine spezielle 180°-Ansicht.

  • Doppel-Panorama: Zeigt zwei entzerrte Bilder, die abhängig von der Montage der Kamera unterschiedlich angezeigt werden:

    • Deckenmontage: Zeigt zwei 180°-Ansichten in einer speziellen Projektion an, die eine komplette 360°-Rundumsicht ermöglichen. Dabei ist im oberen Bildausschnitt in der Bildmitte "Norden", wie mit dem Quick-Control Installation definiert, im unteren Ausschnitt zeigt die Bildmitte genau entgegengesetzt). Weiterhin sind die Blickrichtungen beider Ansichten gekoppelt; der Schwenkwinkel ist um 180° gegeneinander verschoben. Eine weitere Besonderheit in diesem Modus ist, dass der Neigungswinkel nicht verändert werden kann, da dies bei der verwendeten Art der Projektion zu Störungen der Bildgeometrie führen würde.

    • Wandmontage: Zeigt zwei nach vorn gerichtete Panorama-Ansichten mit je 180° Blickwinkel.

  • Panorama/Fokus: Besteht aus einem Panoramabild im Format 8:3 und zwei darunter liegenden Bildern im Format 4:3 (alle entzerrt).

Hinweise

  • Die hier aufgeführten Anzeige-Modi sind teilweise abhängig vom Kameramodell sowie den verwendeten Objektiven und stehen deshalb nicht in allen Kameras zur Verfügung.

  • Die eingesetzten Bilder haben jeweils ein Viertel der Breite und der Höhe des Hauptbildes. Mit der Option Eingesetztes Bild vergrößern im Dialog Allgemeine Bildeinstellungen können Sie Breite und Höhe des Bildes verdoppeln. Der Parameter Position des eingesetzten Bildes im gleichen Dialog legt die Stelle im Bild fest, an der die eingesetzten Bilder angezeigt werden.

  • Für die Panorama-Ansichten steht das On-Screen-Steuerelement zur Verfügung, mit dem Sie das jeweilige Panorama-Fenster schwenken und neigen können. Mit diesem Steuerelement wird auch die Trapezkorrektur eingestellt, um die "stürzenden Linien" im Bild zu korrigieren.

  • Kameras der Baureihe Day/Night verwenden den Anzeige-Modus des Tagsensors, falls der Bildsensor Auto konfiguriert ist.

Bildspiegelung/Bilddrehung

Mit diesen Parametern können Sie das Bild (nicht die Texteinblendung) horizontal und vertikal spiegeln oder drehen.

Hinweis

Diese Parameter sind abhängig vom Kameramodell und stehen deshalb nicht in allen Kameras zur Verfügung.

Vorsicht bei Überkopf­montage im Außen­bereich!

  • Bei Überkopfmontage einer MOBOTIX M15, M25 oder S15 im Außenbereich ist die Kamera nicht mehr IP65-zertifiziert!

  • Bei Überkopfmontage einer MOBOTIX M15, M25 oder S15 (auch im regengeschützten) Außenbereich kann die Feuchtigkeit durch natürliche Kondensationsvorgänge in der Kamera nicht mehr ablaufen. In der Folge wird sich in der Kamera Kondenswasser sammeln, das unvorhersehbare Schäden anrichten kann!

  • Überkopfmontage einer MOBOTIX M15, M25 oder S15 im Außenbereich führt automatisch zum Verlust der Garantie!

Schärfe

Um die Qualität des Bildes zu verbessern, kann der Wert für die Schärferegelung angepasst werden. Ein niedriger Wert ergibt ein weicheres Bild. Die werkseitige Voreinstellung ist 4.

Automatische Schärfeanpassung

Zur subjektiven Reduzierung des Bildrauschens kann die Schärfung der Bilder in dunklen Szenen automatisch der Helligkeit angepasst werden. Die werkseitige Voreinstellung ist aktiviert.

Hinweis

Diese Funktion steht auf Kameras mit 1MP- und 3MP-Bildsensoren nicht zur Verfügung.

Rauschunterdrückung

Bei zunehmender Dunkelheit kann die Qualität der Bilder durch Bildrauschen beeinträchtigt werden.

Mit dem Parameter Rauschunterdrückung können Sie festlegen, wie stark dieser Effekt verringert werden soll:

  • Aus: Es wird keine Rauschunterdrückung durchgeführt.

  • Niedrig: Das Bild wird bei zunehmender Dunkelheit zeitlich gefiltert, Schärfe und Farbsättigung werden reduziert (werkseitige Voreinstellung).

  • Hoch: Das Bild wird bei zunehmender Dunkelheit zusätzlich räumlich gefiltert.

Bildbereiche verdecken (OA)

Für einige Einsatzbereiche der Kamera ist es erforderlich, bestimmte Bildteile zu verdecken. Aktivieren Sie diesen Parameter und legen Sie Wochenprogramm, Farbe für Bildbereiche verdecken und den Bildbereich selbst fest.

Hinweis

Dieser Parameter steht nur bei Secure-Modellen zur Verfügung.

Wochenprogramm für Bildbereiche verdecken

Wählen Sie hier ein Wochenprogramm, um die definierten Bildbereiche zeitgesteuert zu aktivieren bzw. zu deaktivieren.

Bildbereiche verdecken

Definiert die zu verdeckenden Bildbereiche, wobei jede Zeile im Definitionsfeld (z. B. 0,270,190,100,100,2) ein Fenster darstellt. Der Ursprung der Bildkoordinaten liegt in der linken unteren Ecke des Bildes.

Format einer Zeile:

Bildsensor, Pos. x, Pos. y, Breite, Höhe, Typ

Parameter einer Konfigurationszeile:

Bildsensor

0 = rechts

1 = links

Pos. x

Anzahl der Pixel vom linken Rand des Bildes zum linken Rand des Fensters

Pos. y

Anzahl der Pixel vom unteren Rand des Bildes zum unteren Rand des Fensters

Breite

Breite des Fensters in Pixeln

Höhe

Höhe des Fensters in Pixeln

Typ

0 = ausgefülltes Rechteck

1 = durchgestrichener Rahmen

2 = Mosaik (Vorgabe)

Tipp

Um ein neues oder zusätzliches Fenster einzutragen, folgen Sie den Anweisungen der Hilfe zu Grafische Eingabe von Bildausschnitten.


Konfiguration sichern

Klicken Sie auf Setzen, um die Einstellungen zu aktivieren und bis zum nächsten Neustart der Kamera zu sichern.

Klicken Sie auf Voreinstellung, um diesen Dialog auf die werkseitigen Voreinstellungen zurückzusetzen (dieser Button wird nicht in allen Dialogen angezeigt).

Klicken Sie auf Wiederherstellen, um alle Änderungen seit dem letzten permanenten Speichern der Konfiguration zu verwerfen.

Beenden Sie den Dialog durch Klick auf Schließen. Hierbei wird geprüft, ob Änderungen der Gesamtkonfiguration vorliegen. Ist dies der Fall, werden Sie gefragt, ob die Gesamtkonfiguration dauerhaft gesichert werden soll.


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