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Verhaltensdetektion

Hinweis

Dieses Feature ist nicht auf allen Kameramodellen verfügbar.

Die Verhaltensdetektion ist eine Erweiterung zu MxAnalytics. Anhand erkannter Bewegungen der verfolgten Objekte im Bild können Alarme ausgelöst werden. Um Alarme zu konfigurieren ist die explizite Aktivierung von MxAnalytics nicht erforderlich. Alle notwendigen Parameter sind auf der Konfigurationsseite der Bildanalyse-Ereignisse verfügbar.

Sie können verschiedene Bildanalyse-Ereignisse anlegen, die auf unterschiedliche Verhaltensprofile reagieren.

Allgemeine Einstellungen der Verhaltensdetektion

In diesem Abschnitt werden die übergreifenden Parameter für die Verhaltensdetektion festgelegt. Parameter, die ausschließlich den jeweiligen Alarm betreffen, werden direkt beim Ereignissensor-Typ definiert.

Hauptrichtung

Hier können Sie die Hauptbewegungsrichtung in Analogie zu einem Ziffernblatt festlegen (12 Uhr entspricht der Nordrichtung im Bild). Dieser Parameter gibt an, in welche Richtung sich die erkannten Objekte in der Regel bewegen.

Visualisierung der Alarme aktivieren

Hier können Sie festlegen, ob ausgelöste Alarme mit Hilfe von Symbolen im Bild visualisiert werden sollen.

Geschwindigkeit von Objekten anzeigen

Weiterhin können Sie die Anzeige der Geschwindigkeit der verfolgten Objekte aktivieren. Die Genauigkeit der ermittelten Geschwindigkeit hängt stark von der Genauigkeit der Angabe von Montagehöhe und Neigungswinkel ab.

MxAnalytics − gemeinsame Einstellungen

Verhaltensdetektion basiert auf den Algorithmen von MxAnalytics. Deshalb teilen sich beide einige Konfigurationsparameter, die in diesem Abschnitt aufgeführt sind. Eine genaue Erläuterung der gemeinsamen Parameter ist auf der Hilfeseite zu MxAnalytics zu finden.

Wählbare Verhaltensprofile

In diesem Abschnitt erfolgt die Definition des Alarms. Dabei stehen unterschiedliche Verhaltensprofile zur Verfügung.

Profil

Parameter

Beschreibung

Korridor

Korridor-Liste:

  • Kommagetrennte Liste der auslösenden Korridore anhand ihrer ID.

  • Definition einzelner Korridore oder Bereiche (z. B. "1,2,4-7").

  • Offene Bereiche sind zulässig ("3-" oder "-4").

  • Ein leeres Feld impliziert alle Korridore.

Löst einen Alarm aus, sobald ein Objekt einen der definierten Korridore komplett durchschreitet.

Aufenthaltsdauer

Maximale Aufenthaltsdauer:

  • Legt die maximal zulässige Aufenthaltsdauer eines Objekts fest.

  • Wertebereich: 1 s bis 300 s

Löst einen Alarm aus, sobald ein Objekt länger als die angegebene maximale Aufenthaltsdauer im Bild verweilt.

Gegenrichtung

Hauptrichtung:

  • Hauptbewegungsrichtung in Form einer Position auf einem gedachten Zifferblatt.

  • Die Hauptrichtung kann lediglich einmal global definiert werden.

  • Wertebereich: 1 bis 12

Löst einen Alarm aus, sobald sich ein Objekt entgegen der konfigurierten Hauptrichtung bewegt.

Richtungsumkehr

(Keine)

Löst einen Alarm aus, sobald ein Objekt seine Bewegungsrichtung um einen Winkel von 135° bis 180° ändert.

Abbiegen

(Keine)

Löst einen Alarm aus, sobald ein Objekt seine Bewegungsrichtung um einen Winkel von 45° bis 134° ändert.

Geschwindigkeit

Geschwindigkeitsschwelle:

  • Wertebereich: 1 m/s bis 6 m/s

Löst einen Alarm aus, sobald sich ein Objekt schneller als die definierte Geschwindigkeit bewegt.

Verbotener Bereich

Bereichsdefinition:

Der verbotene Bereich kann als Rechteck oder als Polygon definiert werden.

Rechteck-Syntax

Bildsensor, horizontale Position, vertikale Position, Breite, Höhe
Beispiel . Rechteck-Syntax
0,270,190,100,100

Polygon-Syntax

Bildsensor, poly=<hor. Koordinate="">x<vert. Koordinate="">
 {/<hor. Koordinate="">x<vert. Koordinate="">}
Beispiel . Polygon-Syntax
0,poly=270x190/270x289/369x289/369x190

Hinweise

  • Der verbotene Bereich bezieht sich auf den vollen Bildsensor.

  • Ist das Kamerabild gespiegelt oder gedreht, ändert sich auch das Koordinatensystem der Fenster entsprechend.

Parameter

Beschreibung

!

Definiert einen Bereich, der von der Analyse ausgeschlossen wird (sollte sinnvollerweise immer innerhalb eines zu analysierenden Bereichs liegen).

Bildsensor

Legt den zu verwendenden Bildsensor (Kamerabild) für diese Fensterdefinition fest:

  • 0: Rechtes Kamerabild bei Dualkameras, Standardeinstellung bei Monokameras.

  • 1: Linkes Kamerabild bei Dualkameras.

Horizontale Position

Anzahl der Pixel (bezogen auf ein MEGA-Bild: 1280x960) vom linken Rand des sichtbaren Bildes zum linken Rand des Fensters.

Vertikale Position

Anzahl der Pixel (bezogen auf ein MEGA-Bild: 1280x960) vom unteren Rand des sichtbaren Bildes zum unteren Rand des Fensters.

Breite

Breite des Fensters in Pixeln (bezogen auf ein MEGA-Bild: 1280x960).

Höhe

Höhe des Fensters in Pixeln (bezogen auf ein MEGA-Bild: 1280x960).

Horizontale Koordinate

Anzahl der Pixel (bezogen auf ein MEGA-Bild 1280x960) in horizontaler Richtung vom linken Rand des sichtbaren Bildes zum Polygonpunkt.

Vertikale Koordinate

Anzahl der Pixel (bezogen auf ein MEGA-Bild 1280x960) in vertikaler Richtung vom unteren Rand des sichtbaren Bildes zum Polygonpunkt.

Hinweis

Um ein neues oder zusätzliches Fenster einzutragen, öffnen Sie den Dialog Bildanalyse-Ereignisse und folgen Sie den Anweisungen der Hilfe zu Grafische Eingabe von Bildausschnitten.

Löst einen Alarm aus, sobald ein Objekt den verbotenen Bereich betritt.

Hinweis

Zur Auslösung eines Alarms wird die geschätzte Position der Bodenkontakts eines Objekts verwendet. Am Beispiel eines Menschen die geschätzte Position der Füße. Die Objektspur ist daher kein geeignetes Kontrollmittel, da diese dem Schwerpunkt des Objekts folgt.


Konfiguration sichern

Klicken Sie auf Setzen, um die Einstellungen zu aktivieren und bis zum nächsten Neustart der Kamera zu sichern.

Klicken Sie auf Voreinstellung, um diesen Dialog auf die werkseitigen Voreinstellungen zurückzusetzen (dieser Button wird nicht in allen Dialogen angezeigt).

Klicken Sie auf Wiederherstellen, um alle Änderungen seit dem letzten permanenten Speichern der Konfiguration zu verwerfen.

Beenden Sie den Dialog durch Klick auf Schließen. Hierbei wird geprüft, ob Änderungen der Gesamtkonfiguration vorliegen. Ist dies der Fall, werden Sie gefragt, ob die Gesamtkonfiguration dauerhaft gesichert werden soll.


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